Der Tillysaal wurde etwa 1550 erbaut. Im Zuge der Renaissance erfolgte
1600/1601 das Einziehen der wunderschönen Renaissancedecke.
Im Tillysaal verhinderte der Bürgermeister von Staßfurt am 25. Mai 1631, kurz nach der brutalen Zerstörung Magdeburgs durch Tillys und Pappenheims
Truppen (20. Mai - 23. Mai 1631), dass auch seine Stadt „magdeburgisiert“ wurde.
Tilly:„Wir Kriegsleute sind nur die Zuchtrute, deren sich Gott bedient. Der Kriegsmann muss aber für seine Gefahr und Arbeit etwas haben.“
Von Werdensleben: „Das kann ich leider nur bestätigen. Gott wird aber die Rute, wenn sie benutzt wurde, ins Feuer werfen. ...
Verzeiht mir die kühne Sprache … Nehmt meinen Kopf, verschont aber unsere schon so hart geprüfte verarmte Stadt mit ihren
ausgeplünderten Bürgern. Unser Schicksal ruht in eurer Hand …“ Ausführlicher Bericht in einem Artikel von Ernst Laue.
In dem schwarzen Diabast der Säule haben seit 1600/1601 viele Menschen ihre Inschriften hinterlassen.


Jonny Hill (links) bestaunt nach seinem ausverkauften Konzert 2010 die geballte Historie im Tillysaal. (Foto René Kiel)